14.09.09
Leistungsstarkes System Biograph mCT hilft bei der Tumorerkennung




ERLANGEN. Siemens Healthcare hat kürzlich die ersten Systeme seines neuen Scanners Biograph Molekular CT (mCT) an den Universitätskliniken in Essen, Jena und Mannheim installiert.

 

Das Systemintegriert zwei verschiedene diagnostische Verfahren in einem Gerät und verbindet damit die Fähigkeiten eines hochauflösenden PET-Systems (Positronen- Emissions-Tomographie) mit denen eines leistungsstarken Computertomographen (CT).

 

Die Stärke des Biograph mCT liegt in seinen Möglichkeiten zur frühen und schnellen Erkennung von Krebserkrankungen. Dadurch können die richtigen Therapien gezielter und früher als bisher vorgenommen werden. Gleichzeitig fördert dieses Hybridsystem die interdisziplinarische Zusammenarbeit zwischen Radiologen und Nuklearmedizinern.

 

Mit dem Biograph mCT führte Siemens die „molekulare Computertomographie“ ein. Dabei handelt es sich um ein PET-System zur molekularen Bildgebung und gleichzeitig um ein Hochleistungs- CT-System mit umfassenden Funktionen. Als einer der Ersten arbeitet Prof. Dr. Andreas Bockisch, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Essen und Präsident der deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin seit kurzem mit dem neuen System. "In der medizinischen bildgebenden Diagnostik sind Technik und Ambiente wichtig. Verbesserungen der Bildqualität steigern unmittelbar die diagnostische Sicherheit. Fühlt sich der Patient während der Untersuchung wohl und verhält sich während der Aufnahme ruhig, werden die Bilder besser. Gleichzeitig verkürzt sich die Untersuchungszeit, Untersuchung und Diagnose werden genauer als mit herkömmlicher Technologie."

 

Mit dem Biograph mCT kann ein Untersuchungsraum für zwei Modalitäten genutzt werden. Dadurch lassen sich dort sowohl PET- als auch CT-Scans vom selben Personal, mit nur einem Terminplan und, wenn nötig, in einem Schritt durchführen. Der Biograph mCT liefert funktionale, anatomische und molekulare Informationen aus nicht-invasiven Untersuchungen und bietet großes Potenzial für eine hohe Wirtschaftlichkeit. Das neue System sorgt durch seine bisher einzigartige hochauflösende Technologie High-Definition-PET (HD-PET) für schnellere Scans sowie mehr Schärfe und Präzision der Aufnahmen. Im Vergleich zu bisherigen Lösungen ist der Biograph mCT derzeit das einzige System, das routinemäßige PET-CT-Aufnahmen in nur fünf Minuten durchführen kann und eine homogene Zwei-Millimeter-Auflösung im gesamten Aufnahmebereich bietet. Daher weisen die klinischen Bilder gemessen an Standard-PET-Aufnahmen eine höhere diagnostische Qualität auf.

 

Das Siemens-Gerät ist durch seine kompakte Bauweise patientenfreundlicher gestaltet als herkömmliche Systeme: Ein größerer Tunnel und eine kürzere Gantry in Kombination mit einer extra-breiten und bequemen Patientenliege mit einer Kapazität von 227 Kilo sind gut geeignet, um auch bisher schwierig zu untersuchende Patienten wie etwa pädiatrische, übergewichtige, klaustrophobische und geriatrische Personen leichter zu untersuchen.

 

Prof. Dr. Gerald Antoch, Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie des Universitätsklinikum Essens sieht bei der Kombination der PET mit einer Hochleistungs-Spiral-CT völlig neue Möglichkeiten in der hybriden onkologischen und kardialen Diagnostik. „Spezifische, auf ein Krankheitsbild fokussierte Untersuchungsprotokolle lassen sich damit patientenorientiert umsetzen. Beispiele sind die PET/CT-Kolonographie bei Patienten mit Kolonkarzinom oder die hybride Herzbildgebung bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit."

 

Quelle: GHE








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