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02.01.08 Niedersachsen - Land der Mobilität VON: INKA ZIEGENHAGEN, LOCAL GLOBAL GMBH
Das Automobil hat in Niedersachsen eine lange Tradition. Die Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes 1938 war die Geburtsstunde des Autolandes Niedersachsen. Mit über 50 Millionen produzierten Volkswagen wurden in Niedersachsen weit mehr Autos gebaut als in jedem anderen Bundesland. Und zwar mit allem, was dazugehört: Batterien von Varta, Reifen von Conti, Schläuche, Keilriemen und Dichtungen von ContiTech, Radios von Blaupunkt, Fahrwerktechnik von ZF Lemförder, Bremsen von Teves und Wabco, Windschutzscheiben, Sitze, alles in Niedersachsen hergestellt. Hinzu kommen die Osnabrücker Karmann GmbH, die Cabrios für VW, Audi und Mercedes-Benz baut, und die Busproduktion von MAN in Salzgitter: Insgesamt gibt es heute in Niedersachsen 117 Betriebe, in denen Kraftwagen und -teile hergestellt werden. Die Umsätze im zweitgrößten Bundesland bezifferten sich 2004 auf rund rund 57 Mrd. EUR (ohne Umsatzsteuer). Im Vergleich zu 1995 haben sich die Erlöse mit +118 Prozent mehr als verdoppelt. Das Plus bei den Auslandsumsätzen fiel mit 142 Prozent sogar noch deutlicher aus, ein Zeichen für die zunehmende internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser Branche. Im Jahr 2004 erzielte die niedersächsische Automobilindustrie 32 Mrd. EUR Auslandsumsatz. Die Exportquote betrug 56 Prozent. Jeder dritte Arbeitsplatz in Niedersachsen hängt von der Automobilindustrie ab Auch im bundesweiten Produktionsvergleich nimmt das Autoland Niedersachsen eine führende Rolle ein. Zusammen mit Bayern werden im zweitgrößten Bundesland die meisten Pkws produziert. In den Jahren 2003/2004 liefen in Niedersachsen durchschnittlich 901.000 Pkw vom Band. Auch bei den Nutzfahrzeugen hält Niedersachsen mit 100.000 produzierten Einheiten eine Spitzenposition inne, übertroffen nur noch von Nordrhein-Westfalen mit 120.000 hergestellten Einheiten. Dienstleistungen rund um das Automobil Auch im Dienstleistungsbereich (z. B. IuK oder Finanzdienstleistungen) sind zahlreiche Arbeitsplätze im direkten Zusammenhang mit der Automobilindustrie entstanden. Der wichtigste Trend in der Automobilindustrie ist aber wohl nicht der zu mehr Dienstleistung sondern der zu immer mehr Elektronik im Fahrzeug. Aus niedersächsischer Sicht liegt hier beim Thema Telematik das größte Potenzial. Hier konnte Niedersachsen seine Stärken bereits auf dem ITS-Kongress im Juni dieses Jahres in Hannover der Öffentlichkeit vorstellen. Ein paar Jahre früher war bereits die Landesinitiative „Neue Materialien Niedersachsen“ ins Leben gerufen worden. Diese Initiative konzentriert sich auf die vier Leitthemen Leichtbau, Smart Structures, Oberflächen und Nachwachsende Rohstoffe, die auch in der Automobilindustrie eine wichtige Rolle spielen. Zum Thema Leichtbau gehört dabei auch das Kompetenznetz für CFK-Leichtbau in Stade (CFK-Valley Stade). Zurzeit fokussiert sich das Kompetenznetz zwar noch auf den Flugzeugbau, das Kompetenznetz stellt sich aber auch den Anforderungen die die Massenfertigung in der Automobilindustrie mit sich bringt. Ziel ist es, einmal Prozessketten für Faserverbund-Großstrukturen für alle Bereiche des Fahrzeugbaus zu entwickeln. <- Zurück zu: Aktuelles |











