08.03.08
Neues Geschäftsfeld erschlossen: EDI führt Sondierungsbohrung für Geothermie-Projekt durch




Die auf innovative Bohr- und Brunnentechnologien spezialisierte EDI Exploration Drilling International GmbH weitet derzeit ihre Geschäftstätigkeit auf den Bereich der Geothermie aus und erschließt damit ein weiteres zukunftsträchtiges Marktsegment mit hohem Wachstumspotenzial. Aktuell hat das Unternehmen aus Haltern für ein geplantes Neubauprojekt in Süddeutschland, bei dem Ein- und Mehrfamilienhäuser nachhaltig mit geothermischer Energie versorgt werden sollen, erste Sondierungsbohrungen durchgeführt. Das teilte die Geschäftsführung von EDI an ihrem Sitz in Münster mit.


Zur Charakterisierung des geologischen Untergrundes sowie des Wärmegradienten, der Aufschluss über die Leitfähigkeit und Speicherkapazität des Gesteins gibt, wurden zunächst Sondierungen abgeteuft. EDI war bei dem Projekt sowohl für die Hydrogeologie als auch für sämtliche Sondierungen und die Analyse verantwortlich. Da Wasser als Wärmequelle für den Auftraggeber nicht in Frage kommt, empfiehlt EDI als technische Lösung den Einbau von Erdwärmesonden zur Deckung des Wärmebedarfs.


Wachsendes Marktpotenzial für nachhaltige Energiequellen wie Erdwärme

„Die Geothermie ist weltweit eine der bedeutendsten nachhaltigen Energiequellen, die derzeit erst am Anfang ihrer wirtschaftlichen Erschließung steht“, so Christian Runge, Geschäftsführer der EDI Exploration Drilling International GmbH, zu den Erfolgsaussichten des neu geschaffenen Geschäftsfeldes im Energiesektor. „Wir sehen hier ein beachtliches Marktpotenzial, das – angesichts rasant steigender Preise für fossile Energieträger wie Öl und Gas – auch in den kommenden Jahren durch kräftige Wachstumsraten und Innovationsschübe geprägt sein wird.“


EDI hat ein Bohrsystem entwickelt, mit dem sich Trinkwasservorkommen und andere unterirdische Fluid-Ressourcen wesentlich umweltfreundlicher und um bis zu 40 Prozent günstiger erschließen lassen als mit herkömmlichen Verfahren. Die Besonderheit bei dem patentierten Bohrverfahren von EDI besteht darin, dass bei einer einzigen Bohrung in jedem angetroffenen fluidführenden Horizont in unterschiedlichen Tiefen beliebig viele Proben von Fluiden entnommen werden können.


Auf diese Weise lässt sich innerhalb kürzester Zeit anhand festgelegter Messdaten, die sich nach der jeweiligen Aufgabenstellung richten, ein Screening erstellen. Zu den möglichen Parametern zählen elektrische Leitfähigkeit, Temperatur und ph-Wert sowie Nitratgehalt, Ammoniumkonzentration und Phosphatwerte. Darüber hinaus kann mit Hilfe eines Pumpversuchs die Charakteristika und Ergiebigkeit des Aquifers bestimmt werden. Geologische Parameter wie der Durchlässigkeitsbeiwert und die Transmissivität geben sofort Aufschluss über die Untergrundverhältnisse der Bohrstelle. Dadurch lässt sich bereits ab den ersten Bohrmetern eine sinnvolle Abschätzung des zu erwartenden Erfolgs der Bohrung bestätigen oder eventuell revidieren.

(Quelle: Exploration Drilling International GmbH, Haltern)

 








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